Archive | August 2012

Direkte Demokratie!


wie ihr schon bemerkt hab beschäftige ich mich verstärkt mit unserer Politik in Österreich.

Daher möchte ich mal unsere Plattform nutzen um euch ein paar Begriffe näher zu bringen. Dazu erlaube ich mir einige Passagen direkt von anderen Homepages zu nehmen.

Es gibt drei Varianten, die uns bekannt sind, um direkt mitentscheiden zu können. Hier auch gleich eine kleine Beschreibung:

  • Volksabstimmung
    *Volksabstimmungen – oft auch Referendum bezeichnet – sind rechtlich verbindlich, d.h. der Gesetzgeber hat der Entscheidung des Volkes zu folgen. In Österreich wurde das Volk erst zweimal zu einer Volksabstimmung berufen – beim Atomkraftwerk Zwentendorf (1978) und beim Beitritt zur Europäischen Union (1994).
  • Volksbegehren
    *Volksbegehren sind rechtlich nicht bindend. Bei über 100.000 Unterschriften muss das Thema der Volksbefragung aber im Parlament behandelt werden. Immerhin sind Volksbegehren in wichtiger Gradmesser für die Stimmungslage in der Bevölkerung. Politiker, die an die Macht wollen oder diese beibehalten wollen, kommen nicht umhin, Volksbegehren mit breiter Unterstützung aus der Bevölkerung zu respektieren und umzusetzen. In Österreich gab es bereits zahlreiche Volksbegehren.
  • Volksbefragung
    *Volksbefragung haben keine rechtliche Auswirkung, wenn dann nur eine politische. Gegenstand einer Volksbefragung muss eine Angelegenheit mit gesamtösterreichischer Bedeutung sein, für deren Regelung der Bundesgesetzgeber (Parlament) zuständig ist. Die Volksbefragung hat in Österreich geringe Bedeutung und sie wird auch nur selten angewandt.

*Quelle: http://www.wien-konkret.at

Nun mal was am meisten genutzt wurde bis jetzt:

Da hätten wir mal 2 Volksabstimmungen dann 35 Volksbegehren sowie 9 Volksbefragungen. Man beachte jedoch die 18 Jahre zwischen den letzten zweien Volksbefragungen. Die letzte wurde 2010 abgehalten und 1991 wurde die vorletzte Befragung durchgeführt. Meine Frage: Hatten wir 18 Jahre lang keine Probleme oder nur faule Bürger welche sich nicht dazu aufraffen konnten ihre Demokratie einzufordern?

Auf die einzelnen oben angeführten Punkte werde ich in einem anderen Artikel näher eingehen. Dafür benötigt es mehr Platz und einen anderen/eigenen Titel.
Da ich auch gerne Links anklicke bei denen ich dann auf ähnliche Seiten geführt werde, landete ich am Ende auf der Internetseite vom Parlament. Ja, die des österreichischen Parlaments. Wer es vergessen hat, man findet diese unter http://www.parlament.gv.at

Nun auf dieser Seite bekommt man ja so einige Informationen. Für mich war aber dann klar, dass ich mehr über die Vergangenheit und die früheren Gesetzte wissen wollte. Daher fand ich auch ziemlich schnell auf die Seite „Grundprinzipien der Bundesverfassung“.
Ehrlich wer weiß wirklich wann das Bundesverfassungsgesetz beschlossen wurde? Und welche wichtigen Punkte aktuell in der Bundesverfassung stehen ?

Nun um euch beide Fragen zu beantworten werde ich hier mal kurz ein paar Fakten sowie Kommentare abgeben. Wie immer sind diese Kommentare nur meine Ansichten und Meinungen.

Wann wurde das Bundesverfassungsgesetz (kurz B-VG) erstmals beschlossen und von wem?
Am 1. Oktober 1920 wurde die B-VG beschlossen. Von einer konstituierenden Nationalversammlung welche am 16. Februar 1919 gewählt und am 04. März erstmals zusammengetreten war. Damals gab es das heutige Bundesland Burgenland noch nicht. Deshalb war kein burgenländischer Abgeordneter daran beteiligt. (Quelle: Wikipedia – Bundesverfassung Österreich)

Ein weiteres wichtiges Datum für die B-VG ist der 26. Oktober 1955 – ja es ist ein österreichsicher Feiertag. Ratet mal warum. Damals beschloss man die Neutralität von Österreich im B-VG.

Welche wichtigen Punkte stehen aktuell in der Bundesverfassung geschrieben?
Durch die letzte Frage wissen wir nun dass das Neutralitätsgesetz ein Bestandteil sein muss – dazu aber später mehr. Auf der Seite „Grundprinzipien der Bundesverfassung“ (Quelle: http://www.parlament.gv.at/PERK/VERF/GRUND/) stellt das Parlament vier verschiedene Prinzipien vor. Gerne würde ich mit dem „demokratischen Prinzip“ anfangen:

„Nun der Artikel 1 des B-VG bestimmt, dass Österreich eine demokratische Republik ist, in der das Recht vom Volk ausgeht. Das demokratische Prinzip hat zwei wesentlich Inhalte: 1. Einrichtungen und AmtsträgerInnen des Staates müssen jede ihrer Entscheidungen und Handlungen gegenüber allen BürgerInnen verantworten. 2. Die politische Freiheit aller BürgerInnen soll verwirklicht und gesichert werden. Alle BürgerInnen sollen sich frei an der politischen Meinungsbildung und an Wahlen beteiligen können, jedeR soll die Möglichkeit haben, auch selbst politisch aktiv zu werden.“

Darüber könnte ich jetzt eigentlich ein Buch verfassen aber ich werde mich kurz halten und die wichtigsten Punkte darstellen. Schön und gut wir wählen Leute um das Volk gegenüber anderen zu vertreten, aber verantworten auch diese Leute alles was Sie tun? Nein schaut zurzeit nicht so aus. Also Punkt 1 können wir schon mit Mal mit keinem 100 %tigen „Sie tun’s ja eh“ beantworten. Denn die meisten schieben es auf Mitarbeiter (siehe Straches Sommergespräch bei Armin Wolf – egal ob Wahrheit oder Lüge) oder Sie ziehen den Schwanz ein und versuchen sich irgendwie heraus zu reden. So nun zu Punkt 2. Können wir diese Punkt als derzeit erfüllt ansehen? Jein! Wir bekommen hier das Recht zugesichert uns eine Meinung über unsere Politik zu bilden, jedoch von einer Vertretung und Verwirklichung unserer Meinung steht hier nichts. Weiteres dürfen wir uns bei Wahlen beteiligen, klingt am Anfang nicht schlecht. Aber wir bekommen die Wahlen vorgesetzt von Leuten die bei einer Wahl gewählt wurden, welche vor vielen Jahren beschlossen wurden. Was wir aber wirklich mit Ja beantworten können ist das wir selbst politisch aktiv werden können. Jedoch nur unter der Anmerkung: Geld regiert die Welt und wer reiche bzw. die richtigen Freunde hat braucht selbst kein Geld.

Des Weiteren gibt es folgende Sätze auf der Homepage:

„Die Bestimmung, dass das Recht vom Volk ausgeht, bedeutet jedoch nicht, dass eine Mehrheit der BürgerInnen beschließen kann, was sie will und wie sie es will.“

Hmm, na gut. Da kann ich jetzt nichts schlecht daran finden. Denn bei der Menge an hirnlosen Bürgern und der Anzahl an möglichen 16-Jährigen Wählern wäre der Weltuntergang schon am 21.Demzember 2008 gewesen – jedoch wurden die medienmanipulierten Wähler noch nicht berücksichtigt.

„Parlament in Bund und Ländern sollen in klar geregelten und transparenten Verfahren Gesetze beschließen und die Regierung kontrollieren.“

Dieser Satz gehört eindeutig in die Schublade „Witz des letzten Jahrhunderts – aktiviert aber erst seit 2005“. So…, das Parlament soll verständliche Gesetze beschließen und die Politiker in der Regierung kontrollieren? Der Satz wurde anscheinend stark ignoriert oder? Wo und bei was wird denn unsere Regierung kontrolliert? Sicherlich nicht beim „Scheiße-bauen“ sondern bei Gesetzen welche sinnvoll für die Bevölkerung wären. Und die einzige Transparenz welche mir hierzu einfällt ist, wie viel Politiker an den unzähligen, sinnlosen und ergebnislosen Gesprächen verdienen. Solche Gehaltslisten werden jedes Jahr veröffentlicht. Da würde ich lieber als Erotik-Tänzerin arbeiten, das ist noch ehrlich verdientes Geld. Möchte gleich betonen das ich nicht gegen Erotik-TänzerInnen bin.

Also gut, nun kommen wir zum zweitem, den „republikanischen“ Prinzip.

„Artikel 1 B-VG bestimmt auch, dass Österreich eine Republik ist. Eine Republik ist ein Staat, an dessen Spitze ein gewähltes Staatsoberhaupt steht. Dessen Funktionsperiode muss zeitlich begrenzt sein und es muss politisch und rechtlich zur Verantwortung gezogen werde können. Das Staatsoberhaupt der Rep. Ö. ist die/der BundespräsidentIn. Sie/er wird von allen BürgerInnen für sechs Jahre gewählt und kann höchstens einmal wiedergewählt werden.“

Insgesamt besteht die Möglichkeit auf eine Funktionsperiode von maximal 12 Jahren. Ein Großteil der Bevölkerung würde schon alles tun um nur ein Monatsgehalt vom Bundespräsidenten zu bekommen. Wenn er gute Gesetze beschließt und auch im Namen des Volkes handelt dann ist es durchaus angemessen eine zweite Funktionsperiode antreten zu dürfen. Sollte dies nicht der Fall sein so sollte es zur Einhaltung des B-VG kommen. Der Bundespräsident sollte politisch und rechtlich zur Verantwortung gezogen werden. Dasselbe sollte auch für die Regierung sowie für das Parlament gelten. Tja, aber wie sollten wir sie zur Rechenschaft ziehen? Ein guter Anfang wäre eine prozentuelle Schuldenaufteilung auf das Gehalt bezogen. Dann müssten die Politiker die uns den Scheiß eingebrockt haben auch dafür dementsprechend zahlen. Dann trifft es aber leider auch unsere Reichen die sich nicht mal an der Wahl zum „Scheiß an der Spitze“ beteiligt haben. Aber irgendwo müssen wir ja beginnen und vielleicht schaffen wir es dann auch einige Bürger dazu zu bringen sich ernsthaft Gedanken über unsere Politik zu machen.

„Das republikanische Prinzip hat aber noch eine zweite Bedeutung. Die Bezeichnung Republik kommt vom lateinischen „res publica“. Das meint einen Staat, der der „gemeinsamen Sache“ aller BügerInnen, also dem Gemeinwohl, verpflichtet ist.“

Wahrscheinlich ein weiterer Grund warum Latein zu den toten Sprachen zählt. Und um die wahre Bedeutung zu vertuschen. Im Allgemeinen erklärt es sich aber von selbst.

Zum Abschied gibt es noch die letzten zwei Prinzipen auf der Homepage des Parlaments:

  • Das bundesstaatliche Prinzip
  • Das rechtsstaatliche Prinzip

Sollten über die letzten zwei Prinzipien auch solch eine Auflistung gewünscht sein so lasst es mich wissen.

Da ich ja erst wieder vor einigen Tagen zu schreiben begonnen habe und davor eine fast einmonatige Pause gemacht habe, hoffe ich das ich diese Lücke mit dieser Menge an Text etwas wettmachen konnte.
Wünsch euch noch einen entspannten Feierabend. Und jene die noch fleißig sind – pech gehabt. Wenn ihr aber das hier gelesen habt so habt ihr anscheinend zu wenig Arbeit 😉

Bis bald

eure Userella

Jeder gegen jeden? – so sollte Politik in Österreich nicht sein!


Liebe Leserinnen und Leser,
hier kommt gleich nochmal nachschub (siehe vorherigen Artikel „Quoten Rekord..“). Da ich etwas Zeit hatte und mich das Thema schon seit heute in der Früh – auf dem Weg in die Arbeit – beschäftigt möchte ich mich mal darüber auslassen was denn unsere österreichischen öffentlichen Persönlichkeiten denn so von sich geben.
Unglaublich wie manche Personen nachtragend sind. Gut sagen wirs mal lieber so: ich rede gerade von den zwei Herrschaften welche 817.000 Zuschauer verfolgt haben um 21.05 Uhr im ORF2 am 27.08.2012.
Darauf hin, dass es weitere Kommentare über das mehr oder weniger gut gelaufene Sommergespräch gab, musste ich natürlich etwas nachforschen.
Als erstes musste ich auf HC Strache’s Facebook Seite gehen um mir die vorgeworfenen Bilder und Texte mal anzuschauen. Das Foto mit den drei Herrschaften von Knochig bis überdimensional Fett wurde Herrn Strache beim Gespräch mit Herrn Wolf vorgehalten. „Es seien Davidsterne zu sehen“ klang es aus dem Mund des Journalisten. Das Problem ist folgendes: Jeder der sich nur die Fotos anschaut weiß dass dieses Foto zweimal drinnen ist – ABGEÄNDERT.
Zuerst ist es gepostet worden mit den stark gekennzeichneten Manchettenknöpfen und das zweite sieht man ein paar Bilder später und man beachte es sind die Manchettenknöpfe fast bis zur Gänze retuschiert worden.
Wir wissen doch fast alle was die FPÖ und auch HC Strache vertreten. Bei solchen Aktionen wundert es mich nicht mehr wenn Herr Wolf ihm sowas vorhält.
Jedoch kann man beim ersten Bild nicht zu 100 % erkennen, dass es sich um Davidsterne handeln soll. Sicher eine gewisse Ähnlichkeit hat es schon – so viel steht fest. Wenn aber alles so kritisch beäugt würde dann säße jetzt die Hälfte der Regierung hinter Gitter. Es gab immer wieder Sachen welche Ähnlich waren, aber leider auch Personen oder Gesellschaften die mit aller Kraft und Wissen versucht haben diese Darstellungen 100 % werden zu lassen. Sofort muss man alles Negativ aufgreifen. Was wäre wenn es der Papst selbst gepostet hätte? Hätten wir dann auch einen Herrn Wolf der Ihm sowas vor die Schauze hält?
Weiteres muss ich gestehen, dass ich kurz nicht wusste was das mit dieser Buchbesprechnung auf sich hatte. Das dürfte an mir vorbeigegangen sein. Aber da es aus dem Jahr 2005 kam wurde mir klar, dass ich zu diesem Zeitpunkt weder interesse an solchen Buchbesprechnungen hatte noch an Politik. Obwohl wir ja alle hin und wieder träumten die Welt regieren zu können – das ist aber eine andere Geschichte.
Also ich sitz vorm TV und null Ahnung wer jetzt Recht hat oder nicht. Es war erstaunlich was alles in meinem Kopf vorging. Diese Buchbesprechnung hatte ich nie gelesen und auch das Buch ist mir völlig unbekannt.
Somit habe ich jetzt nur gehört, dass der FPÖler angeblich 6 Sätze voll und ganz von einer Homepage geklaut haben soll. Na gut, man kann schon mal der gleichen Meinung sein wie andere aber eins zu eins alles zu übernehmen ist wirklich nicht gut überlegt. Was verleitet Mitarbeiter dazu solchen Fehler zu begehen? Bekommen sie zu wenig bezahlt? oder liegt es eher daran das alles schnell schnell gehen musste? Tja wie auch immer jetzt wissen sie dass es ein Fehler war.
Aber wenn Politiker alles selber machen, d.h. Homepager, Facebook, Twitter usw. verwalten, Buchhaltung selber machen und und und, dann würde er in keiner Fernsehsendnung sagen können das er es nicht geschrieben hat – was ja dann eine Doppel-Lüge wäre. Gut nun weg von der Erbsenzählerei.
Armin Wolf musste nachhacken und bekam eigentlich eine durchaus akzeptable Antwort. Strache hat es nicht sofort zugegeben aber er hat sich im jeden Satz angenähert. An was? An die folgende Aussage (Zitat von HC Strache – Facebook seite):
Armin Wolf auf Facebook: Herr Strache hat die Unterlagen zu seinem Lieblingsbuch offenbar nochmal durchgesehen und eben auf seiner FB-Seite folgendes gepostet.

Zitat von HC Strache Facebook-Seite: Klarstellung Buchbesprechung „Waldgang“: Die damalige Besprechung über Ernst Jüngers Buch „Der Waldgang“ auf meiner Homepage wurde nicht von mir, sondern von meinen Mitarbeitern verfasst. Ohne mein Wissen wurden dabei sechs Sätze aus einer anderen Besprechung über dieses Buch übernommen. Meine Mitarbeiter hatten offenbar Angst davor, mir diesbezüglich die Wahrheit zu sagen und haben mich nicht vollständig informiert. Dadurch kam dieses Missverständnis zustande. Im „Sommergespräch“ von 2005 vermittelte sich mir außerdem fälschlicherweise der Eindruck, Armin Wolf behaupte, zwei ganze DIN-A4-Seiten seien in der Buchbesprechung kopiert worden. Herr Wolf hat dies aber weder damals noch beim gestrigen „Sommergespräch“ unterstellt, sondern völlig korrekt gehandelt. Daher ziehe ich meine diesbezüglichen Vorwürfe gegen Armin Wolf selbstverständlich zurück. Ehre, wem Ehre gebührt!

Nun was haltet ihr davon? Mag sein das es jetzt nicht die ehrlichste Antwort auf der Welt ist aber sicher mit Abstand die ehrlichste Antwort eines Politikers. Sowas musste mal gesagt werden. Strache hatte ja bei den Umfragen bei EHRLICHKEIT am schlechtesten Abgeschnitten – laut Herrn Wolf. Aber wer will denn sein Revier freiwillig übergeben wenn man Attackiert wird? Ich nicht und er anscheinend auch nicht.

Somit möchte ich betonen, dass Strache hier einen kleinen Schritt nach vorne gemacht hat. Jedoch muss ich auch los werden, dass auch er im ersten Stadium der Politiker-Krankheit schwebt. Um euch zu erläutern was ich damit meine sage ich nur folgendes: Reden um den heißen Brei; Keine konkreten Antworten die die Frage beantworten würden.
Viele Politiker würden bei einer Benotung schlechter abschneiden als Strache bei dem Gespräch am 27.08.2012.

Meinen Grundsatz möchte ich euch nicht nochmal näher bringen. Inzwischen sollte ihr diesen bereits kennen. Weiteres verabscheue ich eine Politik wie „Jeder gegen Jeden“ wir sind eine Gemeinschaft, eine Union, ein Volk. Wir müssen auf dauer mehr oder weniger miteinander klar kommen, dann sollten zumindest die „Führenden“ als Vorbilder agieren.

Über Diskussionen würde ich mich sehr freuen um zu sehen was so los ist bei euch.
Bin aber auch gerne per Mail erreichbar – siehe „Team“-Seite

Schönen Feierabend!

eure Userella

Quoten-Rekord: Strache beim Sommergespräch bei Armin Wolf


Ja ich weiß die „Heute“-Zeitung ist nicht unbedingt die beste Zeitung wenn es um Politik geht aber dennoch informiert Sie uns kurz über die wichtigsten Ereignisse die gerade so passieren.

„KEIN MORGEN OHNE HEUTE“- heißt der Slogan von der berühmte Wiener-Gratis-Zeitung, dem ich heut Morgen auch wieder gefolgt bin.
Als ich aber schon die ersten paar Seiten durch hatte fiel mir auch, dass besonders heute viele Artikeln dabei waren über die ich genug schreiben konnte.
Der, für mich, auffälligste Artikel war jedoch auf Seite 5 (Ausgabe: Mittwoch, 29.08.2012).
„Quoten-Rekord“ waren die letzten zwei Wörter der Überschrift zu diesem Artikel.

Doch bevor ich hier gleich zum Artikel komme muss ich ein paar Tage zurück.

Schon seit langem freuten sich Freundinnen und Bekannte sowie viele Facebook-Freunde auf die neue Folge der „Desperate Housewives“ – ich jedoch hab mir gerade mal die erste Folge angesehen. Grund: Meine Klassenkameraden wollten in der letzten Schulwoche einen Film ansehen, die Mehrheit stimmte (leider) für diese beliebte Serie. Was blieb mir denn anderes übrig als mit zuschauen?

Gut also am Dienstag um 21.05 Uhr gab es einige Möglichkeiten etwas zu sehen. Zwei davon waren entweder „Desperate Housewives“ oder HC Strache im Interview mit Armin Wolf.

Die Zeitungen vermuteten einen Quoten-Rekord bei den Hausfrauen, da ja alle schon lange darauf gewartet haben.

Somit habe ich mir auch Gedanken darüber gemacht was denn begehrter wäre und warum.

Ich kam zum Entschluss, dass wenn einer siegt dann mit großem Abstand.

Und tatsächlich: Heute wurde bekannt, dass Strache im Durchschnitt um die 817.000 Zuseher* hatte und die Hausfrauen nur um die 303.000 Zuschauer*.

Womit ich allerdings nicht gerechnet habe ist, dass unser Heinzi den Jörgi geschlagen hat und – nun mit 10.000 Zuschauern* mehr – auf Platz eins der Liste „Einschaltquoten bei Sommergesprächen“ ist.

Wenn man bedenkt, dass seit 1994 kein anderer Politiker auch nur annähernd herankam an Haider als Haider selbst, so frag ich mich jetzt warum so viele Leute zum Gespräch mit Strache zugeschaltet haben.

Was war der Grund? Entweder man ist angetan von der FPÖ (oder auch nur vom Strache) oder man hasst bzw. ignoriert sie. Kann mir aber auch vorstellen, dass einige nur hin geschaltet haben um sich zu amüsieren. Gibt es vielleicht noch andere Gründe warum Zuseher hin geschaltet haben?

Ich habe mir das Sommergespräch mit Wolf und Strache angeschaut und war zu Teil amüsiert aber auch enttäuscht (vom ORF). Anscheinend ist eine richtige, halbwegs neutrale, Diskussion nicht möglich. Es wurde versucht alles zu verzehren bzw. Unruhe zu stiften. Kann ich verstehen wenn ORF gute Einschaltquoten benötigt, aber ist es unbedingt in der Politik notwendig?

Wir sind das Volk und leider dazu „verpflichtet“ jemanden zu Wählen der im Namen des Volkes spricht und auch agiert. (Ja ich hab absichtlich „im Namen des Volkes“ geschrieben und nicht „für das Volk“ – sonst würde es nicht so aussehen wie es zurzeit einfach ist.)

Gerade in der Politik sollte man den Persönlichkeiten die Möglichkeit geben zu den Vorfällen Stellung zu nehmen und danach – wenn man ausgesprochen hat – die anderen Fragen diesbezüglich zu stellen. Jedoch wird immer wieder auf jeden Politiker herumgehackt. Sicher nutzt jeder Politiker die Chance im TV eine kleine Wahlpredigt zu halten – warum sollte er nicht dürfen? Solang es in einem angemessenen Zeitrahmen ist, wäre es doch okay.

Für die Wahlkämpfe stehen meistens nur Plakate oder Zeitungsartikel sowie diverse Internetseiten zur Verfügung, da ist es doch nur fair wenn man solche Gespräche auch sinnvoll nutzt und nicht nur alle schlecht darstellen will.

Lieber ORF ihr mögt zwar die tollsten Einschaltquoten seit langem für diese Gesprächssendung haben, jedoch wage ich zu bezweifeln, dass ihr dem Staat Österreich bzw. UNS (das Volk) geholfen habt.

Warum kommen solche Ergebnisse zustanden wie die aktuelle Regierung (SPÖ + ÖVP)? Es ist schnell erklärt: Wenn einige Medien (darunter Zeitungen und Fernsehsender) dem Volk verzerrte Bilder vor die Nase klatschen und dann auch noch die Leichtgläubigen sowie die 16-Jährigen dazu bringen das zu glauben was sie sehen anstatt sich ihre eigne Meinung bilden zu können/wollen.

Ja mein Spruch lautet: Jeder der wählen darf soll auch wählen gehen. Aber bitte liebes Volk, wenn ihr schon wählen geht dann bitte informiert euch vorher über die Parteien. Auch wenn ihr dann nur das „geringere Übel“ wählt habt ihr es wenigstens aus eigenem Interesse getan und nicht weil ihr wie Hunde den Medien folgt.

Also geehrte Mitmenschen, werdet wach und kämpft für eure Demokratie und nutzt diese – nicht jedes Land möchte dem Volk die Möglichkeit geben eine Stimme abzugeben.

Mal wieder was zum Nachdenken!

Wenn ihr etwas loswerden wollt dann könnt ihr gerne Kommentare hinterlassen.

Für alle bin ich aber auch über meine E-Mai Adresse erreichbar. Schreibt mir einfach – userella_blog@hotmail.com

eure Userella
* Diese Zahlen wurden aus dem Artikel der „Heute“-Zeitung entnommen. Für die Richtigkeit der Fakten wird keine Haftung übernommen.

Erschaffen wir die Trends oder folgen nur der Masse?


Mahlzeit!

Ich wollte mal einen Artikel dem Wetter anpassen.
Und bei der Hitze freut sich jeder über eine kühle Überraschung.

Als ich noch ein Kind war bekam ich diese Überraschung von meiner Oma. Wenn ich brav war oder gute Zeugnisse nach Hause gebracht habe. Das Tschisi-Eis verbinde ich immer mit schönen Kindheitserinnerungen. Vielen von euch wird es genauso gehen.
Letztens hat mich ein kleines Mädchen, welches ich schon etwas länger kenne, gefragt ob wir das auch zu „meiner Zeit“ hatten und zeigte auf das Eis in der Vitrine. Auf der Vitrine klebte natürlich die Kultmarke „Eskimo“.
So viele Jahre sind nun auch nicht zwischen mir und dem Mädchen. Wenn mans genau nimmt sinds ca. 15 Jahre welche uns trennen. Jedoch musste ich feststellen, dass es einige Eissorten von früher nicht mehr gibt.
Dafür hat Eskimo aber eine Reihe neuer Eissorten erfunden und produziert diese am laufenden Band. Ehrlich wie ich bin hab ich gesagt einen Teil dieser Eissorten sind erst in den letzten Jahren „entwickelt“ worden. Also nein, wir hatten diese Eissorten zu meiner Zeit nicht. Dann begann ich darüber nach zu denken ob ich denn nicht ein Lieblingseis hatte und dann fiel es mir wieder ein. Das TSCHISI-EIS!!!
Ja es gab auch andere coole Dinge aber das war einfach das größte für mich und der Geschmack war einfach Wahnsinn.

Dann begann ich ihr zu erzählen was ich damals gerne gegessen habe. Ein paar Tage später zeigte ich ihr ein Bild von dem Eis. Sie musst lachen, denn diese Maus sah für sie witzig aus aber auch das Eis. „hahahah das schaut ja aus wie ein Käse-Eis hihihi“ sagte das kleine Mädchen. Dann meinte sie: „sogar ich würde jetzt das eis essen“ Das ist schon mal eine heftige Aussage, da sie kein Eis-Fan ist und lieber auf Eis verzichtet.

Dann wollte ich wissen seit wann es das Tschisi-Eis nicht mehr gibt. War komplett erschüttert das die Produktion mit 1999 eingestellt wurde. Über 12 Jahre müssen wir nun schon ohne Tschisi Eis auskommen.
Was mich wundert ist, es ist leise verschwunden und viele haben es vielleicht nicht sofort gemerkt. Als Kind schaut man auch nicht auf alles und jeden. Jedoch mussten wir uns damals einfach darauf Einstellen, dass wir nun ein anderes Eis nehmen müssen. Auch wenn die anderen Eissorten gut waren so wollte man doch immer sein Lieblingseis.

Egal, wir fanden uns damit ab und haben die nächst beste Wahl getroffen.

Aber es blieb nicht nur beim Eis, es passierte mit vielen anderen Dingen auch. Und ohne das wir es wollten oder gar gefragt wurden, hatte man uns sofort was anderes aufgetischt.
Wer ist aber nun der Trendsetter? Die Firmen welche günstig produzieren und teuer verkaufen möchten? Oder die Kunden welche die Nachfrage auf dem Markt bestimmen.

Leider vermute ich ersteres. Selten wird gefragt was wir haben wollen. Klar gibt es eine Nachfrage aber ob diese auch dementsprechend wahrgenommen und miteingerechnet wird in die Statistik bleibt zu bezweifeln.

Eskimo hatte die Idee das Tschisi Eis zu verkaufen und hatte einen kleinen Erfolg. Nachdem ich den Gruppen „Wir wollen das Tschisi Eis zurück“ und „Tschisi Eis“ beigetreten bin habe ich mir mal die Kommentar der Seite angesehen.

Manche haben die Firma Eskimo persönlich einen Brief geschrieben und eine der folgenden Antworten zurückbekommen:

„Sehr geehrter XXX

herzlichen Dank für Ihre Kontaktaufnahme und Ihr Interesse an unseren Produkten.

Aufgrund einer mangelnden Nachfrage und einem sukzessiven Rückgang dieses Produktes, können wir Ihnen leider nur bestätigen, dass wir Tschisi-Eis nicht mehr in unserem Sortiment führen. Darüber hinaus werden immer wieder neue Produkte in das Sortiment aufgenommen, bei einem beschränkten Platzangebot in den Truhen. Dieser Umstand erfordert ebenfalls eine Bereinigung des Sortiments. Wir haben Ihre Anfrage aber jedenfalls auch an unsere Marketing- und Entwicklungsabteilung weitergeleitet, damit Ihr Interesse an diesem Produkt auch dort dokumentiert ist. Wir werden den Bedarf an Tschisi neuerlich prüfen und vielleicht finden wir eine Möglichkeit dieses Eis, eventuell angepasst an aktuelle Ernährungstrends und -gewohnheiten, wieder in unser Sortiment aufzunehmen. Es würde uns sehr freuen, wenn Sie aus dem aktuellen Eissortiment eine neue Lieblingssorte entdecken und auch zukünftig zu unseren zufriedenen Kunden zählen.

Mit freundlichen Grüßen

Junior Ngole
Unilever Konsumentenservice“

Ist doch ein Wahnsinn das die Nachfrage angeblich gesunken ist, was durchaus damals der Fall gewesen sein kann. Jedoch steigt die Nachfrage wieder und es werden immer wieder die gleichen Antworten zurück geschickt. Sie werden die Nachfrage bei der Marketingabteilung festhalten. Wo denn ? Im Rundordner wahrscheinlich.
So werden viele Produkte welchen großen Anklang finden einfach von der Bildfläche genommen und alle Einwände werden einfach nicht kommentiert bzw sofort entsorgt. So viel zu Professionalität bei so großen Firmen.
D.h. wir können nun daraus schließen das wir die Trends vorgesetzt bekommen und uns danach richten müssen. Würde es aber besser finden wenn wir die Trends selbst erschaffen und die können dann so lange bleiben wie sie möchten bzw. wie wir es möchten. Die großen Firmen sollten sich nach den Konsumenten richten und nicht an den Aufwand und die Kosten der Produktion.
Was fällt euch noch ein? Welches Produkt vermisst ihr schon seit einiger Zeit und könnt es nirgends mehr finden ?
Findet ihr man sollte solche Gruppen unterstützen oder ist es euch egal?
Wünsch euch ein schönes Wochenende,
 – eure userella